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Mahnmal für Sinti und Roma


Sinti- und Roma-Mahnmal am Friedhof Diebsteich

Ort des Gedenkens

Das Mahnmal auf dem Friedhof Diebsteich ist den Sinti und Roma gewidmet, die durch die Hölle des Holocaust gegangen sind, die unterdrückt, verfolgt, deportiert oder ermordet wurden. Erinnert wird aber auch an den Widerstand und die Lebenskraft der Sinti und Roma während der NS-Zeit. Darüber hinaus steht der Gedenkort für den Aufbau einer Zukunft, in der Behördenvertreter und Bevölkerung den Mut haben, sich Vorurteilen, antiziganistischen Klischees und noch heute bestehender Diskriminierung entgegen zu stellen. Wir können die Vergangenheit nicht wiedergutmachen, jedoch in der Gegenwart dafür sorgen, dass sich diese Grausamkeiten nie mehr wiederholen. Dass sich alle Menschen in der Welt mit gegenseitigem Respekt begegnen. Dass Rassismus, Antiziganismus und Ausgrenzung jeglicher Art in unserer Gesellschaft nichts zu suchen haben.


Erste Skizze für das Sinti und Roma Mahnmal

Von der Idee zum Mahnmal

Im Jahre 2017 nahm Anke Schulz, Literatur- und Sozialwissenschaftlerin, Autorin des Buches "Fischkistendorf Lurup", Kontakt mit dem Sinti-Verein auf. Wir waren von ihrer Arbeit und ihrem Engagement sehr angetan. In mehreren Gesprächen entstand die Idee, ein Mahnmal für Sinti und Roma auf dem Friedhof Diebsteich ins Leben zu rufen.
Der Friedhof Diebsteich ist seit Jahrzehnten DER Friedhof, auf dem die meisten Sinti und Roma im Hamburger Westen und Umgebung beigesetzt worden sind. Bei Besuchen unserer Gräber sind wir oft mit anderen Menschen ins Gespräch über Sinti und Roma gekommen. Immer wieder haben wir festgestellt, dass die Mehrheitsgesellschaft kaum Informationen über unsere Geschichte und das Verfolgungsschicksal hat. Deswegen konnten wir der Idee, dieses Mahnmal dort zu platzieren, von Anfang an viel abgewinnen. Es folgten viele Gespräche mit unserer Community (deren verstorbene Angehörige auf dem Friedhof beigesetzt wurden), der Bundesvereinigung der Sinti und Roma (BVSR), mit Vertretern der Politik, der Kirche, der Behörden und der Friedhofsverwaltung.
Im April 2023 hatte der Sinti-Verein die erforderliche Summe an Spendengeldern erreicht und der Bau konnte beginnen. Am 26.11.2023 wurde das Mahnmal feierlich eingeweiht.


Mit dem Sinti-Verein zusammenkommen _ Logo

Ort der Zusammenkunft

Wir möchten an diesem Mahnmal unsere Gedenktage abhalten, aber auch mit Ihnen ins Gespräch kommen. Sollten Sie Interesse haben, mit uns vor Ort gemeinsam auf das Schicksal der Sinti und Roma zu schauen, sollten Sie mehr über die Geschichte und Gebräuche erfahren wollen, wenden Sie sich jederzeit gerne an unseren Verein:
+49 (0) 40 - 466 44 700 oder info@sinti-verein.de
Für weitere detaillierte Informationen zur Situation der im Hamburger Westen lebenden Sinti und Roma während des Nationalsozialismus, stellen wir Ihnen mit Erlaubnis von Anke Schulz gerne ihre wertvolle Recherchearbeit zur Verfügung.


Logos der Organisationen und Firmen, die gespendet haben

Großer Dank allen Förderern

Der Sinti-Verein bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten für ihr großes Engagement und die tatkräftige Unterstützung.
Ein besonderer Dank gilt allen Finanzierern und Spendern:

  • Bezirksamt Altona
  • Gemeinde Licht und Leben Hamburg e.V.
  • Gitarrenwerkstatt König & Brüggen GbR
  • OTTO DÖRNER GmbH & Co. KG
  • Arbor Artist Baumpflege
  • Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland Zimmer-Mohr-Stiftung
  • Fussball-Club St. Pauli von 1910 e.V.
  • Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein
  • Kirchengemeindeverband
  • Ian und Barbara Karan-Stiftung
  • Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.
  • weitere private Spender

Logo Carl Schütt + Sohn

Kompetente Ausführung

Der Sinti-Verein bedankt sich darüber hinaus herzlich bei Markus Wende und seinen Mitarbeitern der Steinmetzfirma Carl Schütt + Sohn, die nicht nur die handwerkliche Umsetzung des Sinti- und Roma-Mahnmals übernahmen, sondern auch maßgeblich mit eigenen Ideen und Herzblut an der Gestaltung mitwirkten.




Fredi Braun, Manfred Böhmer und Heinz Weiß, Christian Rosenberg und Mario Franz Ruzdija Russo Sejdovic

Ehrentag für Bürgerrechtler

Im März 2022 rief der Sinti-Verein zur Förderung von Kindern und Jugendlichen den Ehrentag für Bürgerrechtler der Sinti- und Roma-Community ins Leben. Jedes Jahr im März soll die wertvolle Arbeit der Menschen gewürdigt werden, die sich engagiert für die Rechte, das Wohl und die Interessen der Sinti und Roma eingesetzt haben oder einsetzen. Mit dieser Ehrung aber auch mit den Berichten über das Leben und Wirken dieser Bürgerrechtler, ihre Erfahrungen und Erlebnisse, wird ihre Hingabe und ihr mutiges Wirken, einen würdigen Platz für Sinti und Roma in der Gesellschaft zu schaffen, in die Öffentlichkeit gerückt.

Am 17.03.2022 wurden die bereits verstorbenen Aktivisten Fredi Braun, Manfred Böhmer und Heinz Weiß geehrt. Wir berichteten.

Am 24.03.2023 erhielt Mario Franz, Geschäftsführer der Niedersächsischen Beratungsstelle für Sinti und Roma e.V., Sprecher und Vorstand im Niedersächsischen Verband deutscher Sinti e.V. den Bürgerrechtspreis für seine großen Verdienste. Wir berichteten.

Am 15.03.2024 ging der Ehrenpreis für Bürgerrechtler 2024 an den Schriftsteller Ruzdija Russo Sejdovic. Er hat sich in verschiedenen Projekten mit der Literatur und dem kulturellen Erbe der Roma befasst. Er schreibt auf Romanes und veröffentlichte mehrere Lyrikbände. Als Mitbegründer und Vorstandsmitglied im Rom e.V. Köln gehört er zu dem Team, das das Archiv und Dokumentationszentrum (RomBuK-Bildung und Kultur) initiierte und zu dessen Popularität beitrug. Wir berichteten.


Sinti und Roma

Über die aktuelle Situation von Sinti und Roma


NDR berichtet über Tschatscheppen

Mitglieder des Jungen Forums gegen Antiziganismus schreiben die Geschichte ihrer Vorfahren selbst, denn die bisherige Geschichtsschreibung stand oft in einem rassistischen Kontext. Seit September vergangenen Jahres treffen sich rund 10 Ehrenamtliche einmal die Woche, um Sinti und Roma eine Stimme zu geben und den Holocaust aus ihrer Sicht zu erzählen. Überlebende Zeitzeugen und deren Nachfahren werden befragt und das Gehörte wird fest gehalten. "Tschatscheppen", das Sintiwort für "die Wahrheit", heißt das Projekt.
NDR-Bericht vom 16.05.2024


Gedenkstätte für den Holocaust an Roma und Sinti in Böhmen

Am 23.04.2024 wurde im südböhmischen Lety eine neue Gedenkstätte für die während des Zweiten Weltkriegs ermordeten Roma und Sinti eröffnet. Das markiert auch ein Umdenken in der Aufarbeitung der NS-Zeit: Denn noch bis 2022 stand auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers eine riesige Schweinemastanlage, die Opfer des von den Nazis verübten Völkermordes an den Roma und Sinti wurden weitestgehend ignoriert.
MDR-Bericht vom 25.04.2024

Foto: Filip Rambousek


Sinti und Roma im Sport

Andrzej Bojarski, Didaktischer Leiter an der Oberschule in Marklohe bei Nienburg, wollte jungen Sinti und Roma beweisen, dass es erfolgreiche Sportler in ihrer Minderheit gibt. Er hat mit dem Ex-Boxer und stellvertretenden Vorsitzenden des Dokumentationszentrums Deutscher Sinti und Roma, Oswald Marschall, die Ausstellung "Abseits im eigenen Land" gestaltet. In einem Interview mit der taz vom 08.04.2024spricht er über Hintergründe und Erkenntnisse.


Mario Franz im Kreise von Mitstreitern auf der Romawoche in Brüssel

Roma-Woche 2024

Die Roma-Woche wird jährlich in Brüssel von Organisationen der Zivilgesellschaft und internationalen Institutionen im Rahmen des Internationalen Tages der Roma organisiert. Ziel ist, das Bewusstsein für die Situation von Roma, Sinti und Fahrenden in Europa zu schärfen. Vertreter der Sinti und Roma nehmen an der Veranstaltung teil, dieses Jahr u.a. auch Mario Franz von der Niedersächsischen Beratungsstelle Sinti und Roma e.V.

Eine lange Geschichte der Diskriminierung
Beitrag in der Westfälischen Zeitung vom 15.04.2024


Interview mit Mario Franz in den Nachrichten aus dem Studio Osnabrück vom 08.04.2024


Zeitzeugenprojekt des Jungen Forums

In der Sendung "Hallo Niedersachsen" vom 03.03.2024 (Mediathek, 4 Min, verfügbar bis 03.03.2026) berichtete der NDR über das Projekt "Tschatschepen - die Wiedergewinnung der Geschichte der Sinti und Roma" des Jungen Forums gegen Antiziganismus e.V. Die Verfolgung und Vernichtung von Sinti und Roma in der NS-Zeit wurde bisher kaum dokumentiert. Das will das Junge Forum Antiziganismus ändern, in dem es Zeitzeugen über ihre Erfahrungen und Erinnerungen befragt. Die Interviews werden meist auf Romanes geführt, aufgezeichnet und später schriftlich festgehalten.

Aufruf des Jungen Forums gegen Antiziganismus


Polizeidirektion Göttingen

Am 01.02.2024 haben Tanja Wulff-Bruhn, Polizeipräsidentin Göttingen, Mario Franz, Vorstand und Sprecher des Niedersächsischen Verbandes deutscher Sinti, und Anke Brosche, Vizepräsidentin des Landgerichts Göttingen, die im Landgericht Göttingen gastierende Wanderausstellung "Aus Niedersachsen nach Auschwitz. Die Verfolgung der Sinti und Roma in der NS-Zeit." eröffnet. Landespolizeidirektor Ralf Leopold, viele Ehrengäste, Vertreter der Politik, Behörden, Kirchen, Polizei und Kooperationspartner waren der Einladung der Polizeidirektion Göttingen gefolgt. Boris Erchenbrecher, Historiker, Kurator der Ausstellung und Mitglied der Niedersächsischen Beratungsstelle für Sinti und Roma, führte nach seinem Vortrag durch die Ausstellung. Diese steht unter der Schirmherrschaft der Beratungsstelle und geht auf die Ausgrenzung, Entrechtung und Verfolgung der Sinti und Roma vom Mittelalter bis in die Gegenwart auf dem Gebiet des heutigen Niedersachsens ein. Sie informiert auf Tafeln und Bannern über Hintergründe und Biografien und legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Zeit des Nationalsozialismus. Die Organisation der Ausstellung bildet den Grundstein für die erste Kooperation zwischen der Sinti- und Roma-Beratungsstelle, dem Niedersächsischen Verband deutscher Sinti und der Polizeidirektion Göttingen
Presseportal der Polizeidirektion Göttingen


Gedenken an die Opfer

Rund 200 Menschen versammelten sich einen Tag nach dem 79. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am Markt in Osnabrück an der Gedenktafel für die in deportierten und ermordeten Osnabrücker Juden. Für sie sprach der Rabbiner Michel Kohn das jüdische Gebet Kaddisch und die Totenklage. Zuvor hatte Oberbürgermeisterin Katharina Pötter darauf hingewiesen, dass Menschenverachtung, Hass und Gewalt keinen Platz in der Gesellschaft haben dürften und entsprechend Hass auch nicht mit Gegenhass beantwortet werden sollte. Man solle vielmehr keine Kraftanstrengung scheuen und das Gespräch mit denjenigen suchen, die in ihrer Wahlentscheidung noch schwanken, um sie "auf den Boden der demokratischen Grundordnung" zurückzuholen.
Noz vom 28.01.2024


Antiziganistische Umschreibung

Das Restaurant 'Parlament' in Braunschweig führt auf seiner Speisekarte ein 'Europäisches Schnitzel'. Die Beschreibung (links im Bild) lässt nur eine Interpretation zu und ist auch ohne "Z"-Wort als antiziganistisch zu bezeichnen. Der Sinti-Verein ist entsetzt. Es ist wichtig, gegen Vorurteile vorzugehen und Respekt zu fördern. Lasst uns gemeinsam für eine tolerante und inklusive Gesellschaft stehen.


Interview in der Jungen Welt

Das Bauvorhaben der Deutschen Bahn und dem Senat Berlin gefährdet das Denkmal für ermordete Sinti und Roma in Berlin. Daniel Strauß, Kovorsitzender Bundesvereinigung der Sinti und Roma, nimmt in seinem Interview mit der Jungen Welt am 22.12.2023 hierzu Stellung.

Foto: Fabian Linder


Daniel Strauss - Foto Jens Volle

Monokratie und Minderheit

Seit 40 Jahren dominiert der Zentralrat der Sinti und Roma unter Leitung von Romani Rose die Minderheitenpolitik von Heidelberg aus. Daniel Strauß aus dem baden-württembergischen Landesverband Deutscher Sinti und Roma äußert in dem Interview mit der Kontextwochenzeitung am 13.12.2022 klare Worte: "So kann das nicht weitergehen".

Foto: Jens Volle


Polizeigewalt in Griechenland

Traurig, aber wichtig, darüber zu sprechen: In den letzten drei Jahren wurden drei Roma in Griechenland Opfer von Polizeigewalt. Polizeigewalt und alle Formen von systemischem, institutionellem und alltäglichem Rassismus sind Realität für über 200.000 Roma in Griechenland. Es ist an der Zeit, auf solche Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen und gemeinsam für Veränderung einzustehen. Die Tagesschau berichtete bereits am 09.12.2022 über Vorfälle.


Romnokher-News

Das Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma Europas in Berlin ist gefährdet: Die Bahn drängt die Berliner Regierung zu einer Lösung für den Bau der S-Bahn-Trasse. Die Töchter des israelischen Künstlers Dani Karavan, der das Denkmal schuf, sowie Vertreter der Sinti und Roma und die Stiftung Denkmal haben in einem Offenen Brief vom 12.10.2023 die Berliner Regierung aufgefordert, das Denkmal in seiner jetzigen Form zu belassen. Viele Menschen und Organisationen haben diesen Brief und auch eine Petition unterschrieben. Daniel Strauß erklärt in dem Video die Hintergründe und setzt sich mit der Stellungnahme des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma zu dem Brief auseinander.


Warum verheimlichen Sinti und Roma so häufig ihre Herkunft?

Die Hannoversche Allgemeine berichtet am 19.10.2023 über die derzeitige Situation von Sinti und Roma. Zu Wort kommt Mario Franz, Niedersächsischer Verband deutscher Sinti e.V. (im Bild).
Ausschnitte des Beitrags auf Instagram und Facebook

© Foto: Jonas Dengler


Mehmet Daimagüler nimmt Stellung

"Es geht nicht um Hannover. Es geht um ein System.", sagt der Beauftragte der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma, Dr. Mehmet Daimagüler, in seinem Interview mit der Hannoverschen Allgemeine Zeitung vom 04.10.2023.

In folgenden Pressemitteilungen nimmt Daimagüler Stellung zu den antiziganistischen Vorkommnissen in Hannover und Chemnitz.
Pressemitteilung Hannover vom 04.10.2023
Pressemitteilung Chemnitz vom 05.10.2023


Foto Jonas Dengler

Foto Jonas Dengler

Rassismus gegen Roma in Hannover

Unterbringung an abgelegene Orte, Umquartierung aus reiner Willkür, lagerähnliche Zustände: Mitarbeitende der Stadtverwaltung Hannover haben Roma laut einer Studie jahrelang systematisch ausgegrenzt. Die Stadt räumt jetzt erstmals antiziganistische Handlungsmuster ein. Lesen Sie hierzu folgende Beiträge in der Hannoverschen Zeitung vom 04.10.2023:
Rassismus gegen Roma in Hannover - Vertreibung an den Arsch der Welt
Sinti und Roma sind die am stärksten diskriminierte Minderheit in Europa
Politik und Betroffenenverbände fordern Konsequenzen
Diskriminierung von Roma in Hannover - Es geht um ein System
Artikel - PDF
Bericht im NDR vom 04.10.2023


Mario Franz - Foto Mehmed Smajic

DW-Interview mit Mario Franz

Der Grüne Europa-Abgeordnete Romeo Franz ist der erste deutsche Sinto im Europäischen Parlament. Im DW-Interview vom 04.10.2023 spricht er über seine Familie und über seinen Kampf gegen Rassismus, Diskriminierung und Antiziganismus. Lesen Sie das Interview hier.

Mario Franz - Foto Mehmed Smajic


Sinti-Verein erhält den Solidaritätspreis

Am 28.09.2023 wurde Christian Rosenberg, stellvertretend für den gesamten Sinti-Verein, der Altonaer Solidaritätspreis 2023 überreicht. Geehrt wurde der Verein zur Förderung der Kinder und Jugendlichen für seine soziale und ehrenamtliche Tätigkeit, für seinen Einsatz für Bildung und Integration sowie für seine Aufklärungsarbeit. Ausgewählt wurde der Preisträger von einer Jury des Ausschusses für Soziales, Integration, Gleichstellung, Senioren, Geflüchtete und Gesundheit. Er erhielt von der Bezirksversammlung Altona ein Preisgeld und eine Anerkennungsurkunde. Der Sinti-Verein bedankt sich herzlich für die Auszeichnung und wünscht weiterhin eine gute Zusammenarbeit.
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Mehmet Daimagüler nimmt Stellung

Die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) veröffentlicht ihren ersten Jahresbericht 2022 zu antiziganistischen Vorfällen in Deutschland. Hierzu nimmt der Antiziganismusbeauftragte der Bundesregierung Mehmet Daimagüler in seiner Presseerklärung vom 18.09.2023 Stellung: "Der Staat muss endlich Verantwortung übernehmen und den Schutz von Sinti und Roma vor Gewalt, Ausgrenzung und Diskriminierung gewährleisten. Rassismus in Jobzentren, Polizeibehörden und Bildungseinrichtungen muss endlich entschlossen bekämpft werden."


Mopo Bericht über den Besuch Tschentschers im Sinti-Verein

Bürgermeister Tschentscher im Sinti-Verein

Am 27.08.2023 berichtete die Mopo online über den Besuch Dr. Peter Tschentschers im Sinti-Verein. Am 28.08.2023 erschien der Artikel in der gedruckten Ausgabe der Mopo. RTL Nord Online veröffentlichte hierzu ein Video am 25.08.2023.

Den ausführlichen Bericht finden Sie auf der Seite Aktuell.


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Wer vertritt Sinti und Roma?

Hat der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma einen Anspruch auf die Alleinvertretung der Minderheit der Sinti und Roma auf Bundesebene in Deutschland? Daniel Strauß diskutiert in dem Video vom 25.08.2023 mit dem Heidelberger Rechtsanwalt Markus Stephani und mit Romeo Franz, Generalsekretär der Bundesvereinigung der Sinti und Roma.


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Diskriminierung von Sinti und Roma

Keine Wohnung, keine Arbeit, keine Hilfe! Anlässlich des Gedenktages an die während des Holocaust ermordeten Sinti und Roma berichtet der SWR Kultur in seinem Beitrag darüber, dass Antiziganismus in Deutschland immer noch weit verbreitet ist.


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Romnokher News

Daniel Strauß diskutiert am 03.08.2023 mit Manja Schuecker-Weiss und Alexander Diepold (beide BVSR) sowie Oskar Weiss und Peter Richter (Sinti Allianz) über den Offenen Brief der Bundesvereinigung der Sinti und Roma und der Sinti Allianz Deutschland an den Zentralrat Deutscher Sinti und Roma.
Video


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Gedenken an Genozid an Sinti und Roma

Jährlich am 02. August wird der Europäische Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma begangen. Er erinnert an die Opfer des Porajmos, des Völkermordes an den europäischen Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus. Unsere Jugendlichen Givenchy Wilms und Jan Joschua Kwiek haben zu diesem Anlass ein Video erstellt.


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Offener Brief

In einem Offenen Brief vom 01.08.2023 an den Zentralrat Deutscher Sinti und Roma e.V. bittet die Bundesvereinigung der Sinti und Roma e.V. sowie die SINTI ALLIANZ DEUTSCHLAND e.V. den Zentralrat um mehr Teilhabe bei demokratischen Prozessen.


Stefan Hensel am 18.07.2023 auf Instagram:

"Unbekannte haben kürzlich die Namenstafel der Juli-Deportieren von 1942 an der Ganztagsgrundschule Sternschanze beschmiert. Immer wieder werden jüdische Institutionen und Denkmäler an den Nationalsozialismus durch widerlichen und geschichtsvergessenen Vandalismus beschädigt. Diese Tat verhöhnt die Opfer des Nationalsozialismus auf perfide Weise. Die morgige Kundgebung zum Gedenken an die Deportierten wird dadurch nicht beeinträchtigt und findet planmäßig statt. Ich freue mich über die Einladung und darüber auf der Gedenkveranstaltung einige Worte zum Gedenken und aktuellen Debatten über Antisemitismus und den Nationalsozialismus sagen zu dürfen. Die Veranstaltung findet um 17 Uhr an der Altonaer Straße 38 statt." (Account: stefanhensel_hh)


Logo t-online.de

Raver baden in Gedenkstätte für NS-Opfer

Augenzeugen berichteten, wie Teilnehmer der Rave-The-Planet-Parade am 08.07.2023 in Berlin im Wasserbecken des Sinti- und Roma-Denkmals badeten. Darauf angesprochen, hätten sie angefangen zu pöbeln. Das Wasserbecken ist Teil des Denkmalensembles, das an die rund 500.000 Sinti und Roma erinnert, die während des Holocausts ermordet wurden.
Bericht auf t-online.de vom 11.07.2023


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Staatsvertrag mit Sinti und Roma

Zu den Gesprächen der Bundesverbände der Sinti und Roma mit Bundestagspräsidentin a.D. Rita Süssmuth und dem ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Prof. Gert Weisskirchen zur Erarbeitung der Eckpunkte eines Staatsvertrages sieht der Zentralrat der Sinti und Roma derzeit leider keine Möglichkeit, mit den anderen Verbänden gemeinsam vorzugehen. Der Sinti-Verein bedauert diese Entscheidung. Er würde sich wünschen, dass der Zentralrat der Sinti und Roma, die Bundesvereinigung der Sinti und Roma und die Sinti Allianz Deutschland einen gemeinsamen Weg zur Stärkung der Rechte der Sinti und Roma im Interesse der Community gehen können. Wir bedanken uns bei Rita Süssmuth und Prof. Gert Weisskirchen für ihr Engagement für die Sinti und Roma.
Beitrag im Tagesspiegel vom 12.07.2023


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Munition für Rechtsextremisten

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma kritisiert am 09.07.2023 auf der Website migazin den niedersächsischen Lagebericht zur Clankriminalität. Danach wurden im vergangenen Jahr deutlich mehr Fälle erfasst, er knüpfe Clankriminalität an Abstammung und gebe Rechtsextremisten Munition. Lesen Sie hierzu folgende Beiträge:
MIGAZIN
Neue Osnabrücker Zeitung: Zentralrat der Sinti und Roma empört. Kinder aus Roma-Familie auf Klau-Tour? Behörden sprechen von Clan-Kriminalität
regional-heute.de vom 12.07.2023: Grüne in Niedersachsen stören sich am Begriff Clan-Kriminalität


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Razzia auf Sinti-Wagenplatz

In dem Artikel "Alle für einen" vom 09.07.2023 berichtet die taz über einen Polizeieinsatz auf einem Osnabrücker Sinti-Kulturplatz. Obwohl ein Haftbefehl nur für einen vorlag, wurden alle Anwesenden durchsucht.


MOPO Logo

Antiziganismus im Flüchtlingsheim

Ukrainische Roma sind in der Hoffnung auf Sicherheit vor dem Krieg nach Deutschland geflohen. In den Flüchtlingsunterkünften werden sie nun ausgegrenzt, stigmatisiert und angegriffen - von den eigenen Landsleuten. Über die Zustände in der Unterkunft Schnackenburgallee berichtet die MOPO am 04.07.2023 in ihrem Artikel "Warum sich Ukrainer untereinander hassen". Zu Wort kommt Christian Rosenberg vom Sinti-Verein Hamburg, der in der Zusammenarbeit mit "Fördern & Wohnen" und besseren Angeboten für die geflüchteten Roma eine Chance zur Verbesserung der Situation sieht.


Fabian Lehmann und Christian Rosenberg

Interview mit der "Jungen Welt"

Am 01.07.2023 erschien der Artikel "Das setzt sich nun fort in den Flüchtlingslagern" in der Tageszeitung "Junge Welt". In dem vorherigen Interview vom 16.06.2023 stand Christian Rosenberg, Vorsitzender des Sinti-Vereins Hamburg, dem Journalisten Fabian Lehmann Rede und Antwort. Es ging um die Situation der aus der Ukraine geflüchteten Roma in den Hamburger Flüchtlingsunterkünften, die täglich Diskriminierung durch ihre Mitbewohner erfahren und ausgegrenzt werden. Der Sinti-Verein freut sich über das Interesse der "Jungen Welt" und dankt Fabian Lehmann für das Interview.


rbb24 Logo

rbb24 berichtet über Antiziganismus

Am 29.06.2023 veröffentlichte der rbb24 in dem Beitrag "Sinti und Roma eint die Erfahrung, diskriminiert zu werden" unter anderem eine Statistik über Rassismusfälle gegen Sinti und Roma in Berlin, aber auch über persönliche Erfahrungen einer jungen Frau.


Sinti Video

Drohende Abschiebung - Bitte um Mithilfe

In einem Video vom 20.06.2023 stellt Chalina Reinhard vom Sinti-Verein Hamburg eine serbische Roma-Frau vor, die trotz ihrer schweren Erkrankung von Abschiebung aus Deutschland bedroht ist. In ihrer Heimat lebte sie unter menschenunwürdigen Bedingungen und eine adäquate medizinische Behandlung war unmöglich. Sollte sie wieder in ihre Heimat reisen müssen, würde das einem "Todesurteil" gleich kommen. Der Sinti-Verein bittet um eure Mithilfe, um diese Abschiebung zu verhindern. Bitte teilt dieses Video! Weitere Infos unter +49 (0) 40 - 466 44 700 oder info@sinti-verein.de.


Presseerklärung Mehmet Daimagüler

Asylpolitik gegenüber geflüchteten Roma

Dr. Mehmet Daimagüler betont in seiner Presseerklärung, dass eine Kehrtwende im Umgang mit geflüchteten Roma nötig ist und dass Deutschland seiner historischen Verantwortung gerecht werden muss. In einem offenen Brief vom 12.06.2023 an die Berliner Innensenatorin Iris Spranger fordert ein Bündnis aus Selbstorganisationen und NGOs einen Richtungswechsel in der Asylpolitik gegenüber geflüchteten Roma und sprechen sich gegen die Einstufung der Republik Moldau als Sicheren Herkunftsstaat aus. Der Beauftragte der Bundesregierung gegen Antiziganismus, Mehmet Daimagüler, besuchte vorher eine Beratungsstelle für geflüchtete Roma in Berlin und tauschte sich mit von Abschiebung betroffenen Familien aus.


Foto Kirche von Olaf Wunder

Foto: Olaf Wunder

Anzeige gegen Pastor

Die evangelische Nordkirche stellt Strafanzeige gegen einen ihrer eigenen Pastoren, der sich wiederholt rassistisch geäußert haben soll. Von einer "Steinzeitkultur" und der "Inszenierung eines mittelalterlichen Dorfes" soll der Hamburger Pastor im Bezug auf die Kultur der Sinti gesprochen haben. Auch das rassistische Z-Wort soll in einer Gemeinderatssitzung gefallen sein. Der Sinti-Verein zur Förderung von Kindern und Jugendlichen hat kirchliche Räume gemietet. Der Pastor soll die Sinti mehrfach ermahnt haben, die Kirche so zu hinterlassen, wie sie diese vorgefunden haben. Christian Rosenberg, Vorsitzender des Sinti-Vereins wies den Vorwurf als unbegründet zurück. Mit der Zeit sei der Streit eskaliert und der Pastor soll die Sinti abfällig beschimpft und später abgelehnt haben, sich zu entschuldigen. Über den Vorfall berichtet hatten die Hamburger Morgenpost, die TAZ und die Welt

Pressemitteilung Dr. Daimagülers


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Antiziganismus

2022 hat das Bundesinnenministerium 145 antiziganistische Verbrechen verzeichnet, davon zwölf Gewalttaten. Das ist der höchste Wert seit sechs Jahren. Lesen Sie hierzu in der Zeit vom 25.02.2023: "Deutlich mehr Straftaten gegen Sinti und Roma"


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Antiziganistische Äußerung

Der Thüringer Politiker und Mitglied des CDU-Bundesvorstands Mike Mohring hat mit einer sehr umstrittenen Faschingsaktion für heftige Diskussionen und große Ablehnung unter Sinti und Roma gesorgt. In einem Facebook-Post vom 18.02.2022 zeigte er sich im Indianer-Kostüm neben Parteikollegen auf einem Faschingsumzug im thüringischen Apolda. Daneben teilte Mohring ein Motto auf dem Faschingswagen der Jungen Union: "'Zigeunerschnitzel' soll man nicht sagen - mit 'Gender-Sternchen' sich dafür rumplagen. Wir pfeifen auf die Sprachpolizei - und fahrn als 'Indianer' an Euch vorbei." Der Sinti-Verein verurteilt die Aussage Mohrings und generell die Verwendung des Z-Wortes in allen Umschreibungen als rassistisch, diskriminierend und herabwürdigend.


Chalina Rosenberg

Qualifizierung zum KiTa-Bildungsbegleiter

Chalina Rosenberg vom Sinti-Verein zur Förderung von Kindern und Jugendlichen stellt in einem Video das in Kooperation mit der Euro-Akademie und der Sozialbehörde Hamburg erfolgreich durchgeführte Projekt "Qualifizierung zum/zur KiTa-Bildungsbegleiter/-in" vor. Sollte in weiteren Vereinen/Verbänden, in weiteren Städten Interesse an dieser Weiterbildung bestehen, so melden Sie sich bitte telefonisch bei Chalina Rosenberg 040 - 466 44 700 oder per mail unter ch.rosenberg@sinti-verein.de.

Infoblatt KiTa-Bildungsbegleiter - PDF


Logo EKD

Erklärung der EKD

Anlässlich des 40. Jahrestages der Gründung des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma hat der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eine Erklärung zur Bekämpfung von Antiziganismus und zur Zusammenarbeit mit Sinti und Roma veröffentlicht. "Gemeinsam mit Angehörigen der Minderheit von Sinti und Roma wollen wir der Diskriminierung im Alltag von Kirche und Gesellschaft und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit insgesamt entgegenwirken", so die EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus. In diesem Zusammenhang nimmt der Rat der EKD auch die Arbeitsdefinition von Antiziganismus der Internationalen Allianz zum Holocaust-Gedenken (IHRA) an. Lesen Sie den ganzen Artikel hier .


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Angebote des Sinti-Vereins

Chalina Rosenberg und Giovanni Weiß vom Sinti-Verein stellen in einem Video vom 09.02.2023 die einzelnen Bildungsangebote des Vereins vor.


Logo WDR

WDR-News: Aufregung in Düsseldorf

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung hat einen Prospekt an den "Kindergarten im sozialen Brennpunkt Zigeunerplatz" adressiert. Die Empfänger der Zeitschrift im Sinti-Zentrum sind empört und fragen sich, wie so ein Fehler überhaupt passieren kann. Die Versicherung versucht sich an einer Erklärung und entschuldigt sich. Lesen Sie den Beitrag hier.


Mitarbeiter norddeutscher Sinti-und-Roma-Organisationen, SPD-Bundestagsabgeordneter Metin Hakverdi und Dr. Mehmet Dalmagüler

Ignaz Kwiatkowski, Givenchy Wilms und Dr. Mehmet Dalmagüler im Sinti-Verein

Treffen mit Dr. Mehmet Dalmagüler

am 18.11.2022 besuchte der Antiziganismusbeauftragte der Bundesregierung, Dr. Mehmet Daimagüler, den Sinti-Verein zur Förderung von Kindern und Jugendlichen. Gemeinsam mit Mitarbeitern norddeutscher Sinti-und-Roma-Organisationen und dem SPD-Bundestagsabgeordneten Metin Hakverdi wurden verschiedene Themen und Vorhaben besprochen. Ein weiteres Treffen ist für das nächste Frühjahr geplant. Die Sinti und Roma wurden vertreten durch die BVSR-Mitglieder "Forum gegen Antiziganismus", "Sinti Union Schleswig-Holstein", "Niedersächsische Beratungsstelle für Sinti und Roma", "Niedersächsischer Landesverband deutscher Sinti", "Landesverband deutscher Sinti und Roma Schleswig-Holstein", "Sinti, Reisende und Roma Celle Allertal" und dem Gastgeberverein der Sinti in Hamburg. Wir bedanken uns bei Herrn Daimagüler und Herrn Hakverdi für den wertvollen Austausch!

Dr. Dalmagüler lernte bei seinem Besuch im Sinti-Verein auch Givenchy Wilms, Leiterin des neuesten Jugendprojektes des Sinti-Vereins zum Thema Antiziganismus, und Ignaz Kwiatkowski, Projekt-Mitarbeiter, kennen. Givenchy Wilms hat sich sehr gefreut, von Herrn Dalmagüler zu einem Praktikum im Bundesministerium im nächsten Jahr eingeladen zu werden. Wir danken Herrn Dalmagüler für diese Chance. Großer Dank auch an Radio Hamburg für die finanzielle Förderung dieses Projektes.

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Romnokher-News

In Neumünster wurde am 18.11.2022 der Geschäftsführer eines Fitness-Studios zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Amtsgericht Neumünster sah es als erwiesen an, dass er eine Frau als Kundin aufgrund ihres Nachnamens, der sie als Angehörige der Sinti und Roma-Minderheit auswies, abgelehnt hatte. Der Geschäftsführer verstieß damit gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz.
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Dr. Mehmet Daimagüler

Antiziganismus-Beauftragter

Das Bundeskabinett beschloss in seiner Sitzung vom 09.03.2022, den Rechtsanwalt Dr. Mehmet Daimagüler zum ersten Beauftragten der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland zu berufen. Er ist im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend angesiedelt und wird die Maßnahmen der Bundesregierung gegen Antiziganismus koordinieren. Am 02.11.2022 berichtet Dr. Daimagüler in einer Ansprache in Augsburg über seine neue Aufgabe.


Romnokher News

Gedenken an Sinti und Roma

Am 17.10.2022 organisierte die Bundesvereinigung der Sinti und Roma eine Gedenkstunde und eine Kranzniederlegung am Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas in Berlin. Gleichzeitig machten sie auf die Gefährdung der Gedenkstätte durch ein Bauprojekt der Deutschen Bahn aufmerksam. Über die Veranstaltung berichten Kelly Laubinger (Vorstandsvorsitzende der BVSR, Sinti-Union Schleswig-Holstein), Manja Weiss (Niedersächsische Beratungsstelle, BVSR) und Alexander Diepold (Madhouse München, Aktionsbündnis "Unser Denkmal ist unantastbar!") in einem Video.


Romnokher News

RomnoPower Kulturwoche

Daniel Strauß berichtet in einem neuen Video über die RomnoPower Kulturwoche des VDSR-BW in Mannheim vom 17.-24.09.2022 in Mannheim. Neben Konzert, Theater und Film fand traditionell am 20.09. auch die Verleihung der Kultur- und Ehrenpreise der Sinti und Roma statt.


Preisverleihung

Kultur- und Ehrenpreis der Sinti und Roma

Seit 2014 vergibt der VDSR-BW den Kultur- und Ehrenpreis der Sinti und Roma für besondere Verdienste in den Bereichen Kultur, Bildung und Bürgerrechte. Das Engagement für gleichberechtigte Teilhabe von Sinti und Roma in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur bleibt eine unverzichtbare Aufgabe. Dieses Engagement, sowohl von Menschen mit als auch ohne Romani-Hintergrund, will der VDSR-BW öffentlich würdigen. In diesem Jahr wurden die Ehrenpreise vergeben an: Christian Rosenberg für seinen Einsatz für Bildung und Bürgerrechte, Andreas Freudenberg für sein gesellschaftliches Engagement und Dr. Julius Rostas für seinen Beitrag zur Antiziganismusforschung. Die Preisverleihung am 20.09.2022 beim VDSR Baden-Württemberg kann auf Youtube nachverfolgt werden.
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Nadine Weiß singt, begleitet von Christian Rosenberg an der Gitarre

Maro Baschepen

Die Musik-Gruppe "Maro Baschepen" steht dem Sinti-Verein seit dessen Gründung musikalisch zur Seite. Die Musiker Christian Rosenberg (Gitarre), Geatano Steinbach (Geige), Reinhold Lutz (Klavier), Niglo Lutz (Bass), Nadine Weiß (Gesang) spielen Swing, Jazz, aber auch, z.B. zu Weihnachten, christliche Lieder und selbstverständlich die Musik der Sinti und Roma. Auf ihrem eigenen YouTube-Kanal könnt Ihr die Lieder hören und auch erfahren, wie Ihr die Gruppe buchen könnt.
Anfragen gerne unter: +49 (0) 40 - 466 44 700 oder info@sinti-verein.de


Romnokher News

Delegation in der Ukraine

Am 01.08.2022 berichtete der BVSR in einem Video über die Reise einiger Mitglieder der BVSR nach Kiew und Lviv (Lemberg). In Kiew fanden Gespräche u.a. mit Dmitry Lubinets, dem Kommissar für Menschenrechte/Ombudsmann, und Olena Bohdan (State Service of Ukraine for Ethnic Policy and Freedom of Conscience - DESS) statt. In der Nähe von Lviv besuchte die Delegation ein Roma-Lager, in dem Roma ausgegrenzt und unter menschenunwürdigen Zuständen leben.


Diskriminierende Bezeichnung

Noch heute findet sich im Alltagsleben, wie auf dem Bild zu sehen, die herabwürdigende Bezeichnung "Zigeuner". Das ist eine von Klischees und Vorurteilen überlagerte Fremdbezeichnung der Mehrheitsgesellschaft, die von den Sinti und Roma als diskriminierend abgelehnt und endlich grundsätzlich aus dem Wortschatz verschwinden sollte.


Romnokher News

Urteil gegen ehemaligen SS-Wachmann

Am 28.06.2022 hat das Landgericht Neuruppin einen ehemaligen SS-Wachmann des KZ Sachsenhausen für die Beihilfe zum Mord in mehr als 3500 Fällen schuldig erklärt. Der Verurteilte hat dem SS-Wachbataillon des Konzentrationslagers 1942 bis 1945 angehört und war damit Teil der Tötungsmaschinerie des NS-Regimes. Im KZ Sachsenhausen waren u.a. über 1.000 Sinti und Roma interniert.
Pressemitteilung des BVSR


Romnokher News

Antiziganistischer Vorfall

Der BVSR berichtete am 26.06.2022 in einem Video über einen antiziganistischen Vorfall im Baden-Württembergischen Ettlingen, der zeigt, dass Sinti und Roma in Deutschland immer noch mit Anfeindungen und Verunglimpfungen rechnen müssen. Die betroffene Familie hat die Polizei eingeschaltet, die die Fakten sensibel und neutral aufgenommen hat. Durch die neu geschaffene Melde- und Informationsstelle Antiziganismus wird der Vorfall registriert.


Logo Freies Sender Kombinat

Interview

Der Radiosender FSK 93.0 sendete am 20.06.2022 das mit Christian Rosenberg geführte Interview zum Thema Antiziganismus und die Geschichte der Sinti und Roma.


Verstoß gegen Menschenrechtskonvention

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat den albanischen Staat im Mai 2022 für schuldig befunden, gegen Antidiskriminierungsmaßnahmen der Europäischen Menschenrechtskonvention verstoßen zu haben, indem er Kinder der Roma und ägyptischen Minderheiten an der Grundschule Naim Frasheri in der Stadt Korca getrennt hat. Das Gericht verurteilte die albanische Regierung zur Zahlung einer Entschädigung von 4.500 Euro an fünf Familien, die 2017 Klage erhoben hatten.
balkaninsight.com


Logo ND Journalismus von links

Diskriminierung im Fittnessstudio

Kelly Laubinger, Sinteza aus Neumünster, soll mit fadenscheinigen Gründen von einem Sportstudio abgewiesen worden sein, als sie dort eine Mitgliedschaft beantragte. Lesen Sie den ND-Artikel vom 13.04.2022 hier.


Logo - Bundesvereinigung der Sinti und Roma

BVSR verlangt Aufklärung

Am 08.04.22, dem International Romani Day, wurden ca. 34 ukrainische Geflüchtete mit romanessprachigem Hintergrund durch Beamte der Polizei und Mitarbeiter der DB-Sicherheit aus einem ICE in Kassel-Wilhelmshöhe geholt. Einer der Polizeibeamten führte einen Schäferhund mit. Die BVSR und RomnoKher haben sich bereits mit der Bundespolizei und der DB in Verbindung gesetzt und verlangen eine schnellstmögliche Aufklärung der Vorgänge.
Bundesvereinigung der Sinti und Roma bei Facebook vom 09.04.2022


Romnokher News

Antiziganismus bei der DB-Sicherheit?

Nach den antiziganistischen Vorfällen gegen geflüchtete ukrainische Roma in Mannheim und München, bei denen die Deutsche Bahn-Sicherheit involviert war, sprechen Daniel Strauß, Chana Dischereit (VDSR-BW), Alexander Diepold und Iosif Gaspar (beide Madhouse München) über Hintergründe und notwendige Konsequenzen.
YouTube: Romnokher News vom 01.04.2022


Zola Kundur

Zola Kundur hilft

Die Bundesvereinigung der Sinti und Roma (BVSR) hat auf ihrer Webseite ein Interview mit der ukrainischen Romni und Bürgerrechtsaktivistin Zola Kundur veröffentlicht. Sie kam am 23.02.2022 von Kiew nach Berlin, um ihren Sohn zu besuchen. Aufgrund des Kriegsausbruchs in der Ukraine war ihre Rückreise unmöglich. Seitdem engagiert sich Frau Kundur in Berlin, um Hilfe für ihre Landsleute zu organisieren.


Logo Goetheinstitut

Geschichte der Sinti

Am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust hat Maik Claasen vom Jungen Forum gegen Antiziganismus die Geschichte der Sinti in Deutschland treffend zusammengefasst. Das Video kann auf der Instagramseite des Goethe-Instituts Hamburg aufgerufen werden.


Romnokher News

Interview mit dem Sinti-Verein

Daniel Strauß, Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg e.V., stellt in seinem neuesten Video vom 07.01.2022 auf Youtube den Sinti-Verein zur Förderung von Kindern und Jugendlichen e.V. vor. Der Vereinsvorsitzende Christian Rosenberg und die Mitarbeiterin Sabrina Buchstein berichten über ihre Arbeit, aktuelle Projekte und ihre Motivation, der Bundesvereinigung der Sinti und Roma beizutreten.


Zerstörte Plakate für die Gedenkveranstaltung 'Alltag und Verfolgung im Nationalsozialismus'

Vandalismus

Es wurden mehrere Plakate beschädigt, die auf die Gedenkveranstaltung "Alltag und Verfolgung im Nationalsozialismus" der Bezirksversammlung am 28.01.2022 hinwiesen.
Abgerissen wurden Teile der Plakate mit der Web-Adresse, unter der die Veranstaltung übertragen wurde. Es ist davon auszugehen, dass es sich um eine rassistisch motivierte Tat handelt.
Die Veranstaltung hat besondere Aufmerksamkeit auf das Leben der Sinti und Roma in Altona gerichtet. Sie kann hier angeschaut werden.


Romnokher News

Interview mit dem Sinti-Verein

Daniel Strauß, Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg e.V., stellt in seinem neuesten Video vom 07.01.2022 auf Youtube den Sinti-Verein zur Förderung von Kindern und Jugendlichen e.V. vor. Der Vereinsvorsitzende Christian Rosenberg und die Mitarbeiterin Sabrina Buchstein berichten über ihre Arbeit, aktuelle Projekte und ihre Motivation, der Bundesvereinigung der Sinti und Roma beizutreten.


Foto: DPA

Verneigung vor der Erinnerung

Kurz vor ihrer Berufung zur Kulturstaatsministerin hat Claudia Roth der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Am Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma Europas in unmittelbarer Nähe des Bundestages legte die Grünen-Politikerin Blumen nieder. "Eine Aufgabe, die ich mir gestellt habe, ist, dass wir unsere Gedenkorte schützen. Da haben wir Einiges zu tun, auch deswegen bin ich hier", sagte Roth der Deutschen Presse-Agentur.

berlin.de: Roth gedenkt der Nazi-Opfer


Strategie gegen Antiziganismus

Die Fraktionen von SPD, Grünen, CDU und LINKE haben gemeinsam einen Antrag an die Hamburgische Bürgerschaft gestellt, mit dem der Senat ersucht wird, gemeinsam mit den Sinta und Roma sowie ihren Verbänden in Hamburg eine Gesamtstrategie gegen Antiziganismus und für die Förderung der gleichberechtigten Teilhabe von Sinti und Roma zu entwickeln. Sie greifen damit Bemühungen auf, die im Bericht der "Unabhängigen Kommission Antiziganismus" im Deutschen Bundestag und auch im Rahmen der gemeinsamen Romastrategie der Europäischen Union formuliert worden sind. Auf der Website der Grünen Hamburg haben sich die Sprecher der Fraktionen, Filiz Demirel (Grüne), Kazim Abaci (SPD), Andreas Grutzek (CDU) und Metin Kaya (LINKE) hierzu geäußert. Der Sinti-Verein zur Förderung von Kindern und Jugendlichen e.V. befürwortet dieses Vorhaben. Wir begrüßen den Mut und die Entschlossenheit der Fraktionen und freuen uns auf die Zusammenarbeit.
Bürgerschaft setzt starkes Zeichen gegen Diskriminierung


Papst rügt Ausgrenzung von Roma

Papst Franziskus hat bei seiner mehrtägigen Slowakei-Reise eine Roma-Siedlung besucht. Der Papst sprach offen über die Wirklichkeit von Vorurteilen über Roma und die Geringschätzung der Roma durch die Mehrheitsgesellschaft. Er hat sich entschieden gegen die Diskriminierung und Ausgrenzung der Roma ausgesprochen.

DW vom 14.09.2021


Romnokher News

RomnoKher News

Daniel Strauß befragt Joschka und Tino Schneeberger (Vereinigung der Sinti und Roma für Mensch und Rechte Köln) nach ihrer Arbeit für Sinti und Roma und gegen den diskriminierenden Gebrauch des Z-Wortes. Die Vereinigung ist Mitglied in der Bundesvereinigung der Sinti und Roma.
Youtube vom 09.09.2021


Screenshot Youtube - Informationen zur neuen Bundesvereinigung der Sinti und Roma

RomnoKher News

Die am 2. August gegründete Bundesvereinigung der Sinti und Roma e.V. nimmt ihre Arbeit auf. Daniel Strauß interviewt Romeo Franz und Maik Claasen. Sie sprechen über die anstehenden Aufgaben und Themenschwerpunkte der Bundesvereinigung der Sinti und Roma und die Hoffnungen, die die Mitglieder mit dieser Neugründung verbinden.
Youtube, 27.08.2021


Neue Bundesvereinigung der Sinti und Roma

RomnoKher News: Daniel Strauß spricht mit der Vorsitzenden Esther Reinhardt-Bendel, ihrer Stellvertreterin Kelly Laubinger sowie dem Generalsekretär der neuen Bundesvereinigung der Sinti und Roma, Romeo Franz, über die Beweggründe, die zur Entstehung der Vereinigung führten, sowie die Ziele und Aufgaben.
Youtube, 13.08.2021


Logo - Bundesvereinigung der Sinti und Roma

Zusammenschluss BVSR

Die am 02.08.2021 gegründete Bundesvereinigung der Sinti und Roma e.V. ist ein deutschlandweiter Zusammenschluss von Selbstorganisationen und Initiativen der nationalen Minderheit der Sinti und Roma sowie zugezogener Menschen mit Romani-Hintergrund. In dieser neuen Dachorganisation sind Vereine und Initiativen gleich-berechtigt und begegnen sich auf Augenhöhe. Gemeinsames Ziel ist, sich für Gleichberechtigung, Teilhabe und Inklusion von Sinti und Roma in Deutschland einzusetzen und gegen rassistische Stereotype gegenüber der ethnischen Minderheit zu kämpfen.
Bundesvereinigung Sinti und Roma


Antiziganistische Äußerung bei RTL

Zentralratsvorsitzender Romani Rose fordert nach skandalösem Antiziganismus in der Sendung RTL "Punkt 12" von RTL-Chefredakteur Michael Wulf eine öffentliche Entschuldigung in der Sendung sowie personelle Konsequenzen für die Moderatorin Katja Burkhard. Burkhard hat in der Sendung vom 08.08.2021 in einem Gespräch Sinti und Roma antiziganistisch diffamiert und gesagt: "[...] wenn die [Kinder, Anm. d. Zentralrats] dann älter sind, [...], dann ist nix mehr mit Zigeunerleben [...]".
Pressemitteilung vom 09.07.2021


Denkmal für die deportierten und ermordeten Sinti und Roma in Berlin

Schutz des Sinti- und Roma-Denkmals in Berlin

Seit 2012 erinnert ein Mahnmal nahe des Bundestags in Berlin an die Verfolgung, Entrechtung und Ermordung von Sinti und Roma unter dem NS-Regime. Angehörige der Sinti und Roma sehen nun durch ein Bauvorhaben den Gedenkort bedroht. Die S-Bahnlinie 21 soll Ende der 2020er Jahre eine zweite Nord-Süd-Verbindung in Berlins Mitte mit Anschluss an den Hauptbahnhof schaffen, die jedoch das Denkmal behindern und gefährden würde. "Unser Mahnmal ist unantastbar", fordern Überlebende, aber auch die Hildegard-Lagrenne-Stiftung: "Kein Handeln einer Verwaltung darf diesen, für das gemeinsame Leben notwendige ungehinderte Fließen der kulturellen Erinnerung behindern. Das Erinnern an den Völkermord verträgt keine Unterbrechung. Es muss unauslöschlich im Gedächtnis bleiben. Wer die Ruhe stört, die von diesem Ort der Besinnung ausgeht, ermordet die unschuldigen Opfer ein weiteres Mal." Der Aufruf wurde u.a. von der früheren Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth, des SPD-Bundestagsabgeordneten Gert Weisskirchen und der Landtagsabgeordneten Doris Schröder-Köpf unterschrieben.
RomnoKher-Brief an die Bundesregierung vom 07.07.2021
Artikel im Tagesspiegel vom 06.07.2021
Video zum Denkmal


Logo RomnoKher Haus Mannheim

RomnoKher Studie 2021

Der Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma in Baden-Württemberg Daniel Strauß veröffentlicht die "RomnoKher Studie 2021 - Ungleiche Teilhabe. Zur Lage der Sinti und Roma in Deutschland". Der Sinti-Verein zur Förderung von Kindern und Jugendlichen e.V. empfiehlt jedem, diese wertvolle Studie zu lesen.

RomnoKher Studie 2021



NDR-Nordmagazin vom 23.01.2024: Antiziganismus: Vorurteile und Andersbehandlung
Junge Welt vom 22.12.2023: Bauvorhaben von Deutscher Bahn und Senat gefährdet Denkmal für ermordete Sinti und Roma
Kontextwochenzeitung am 13.12.2022: Monokratie und Minderheit
Romnokher-News vom 12.10.2023
Hannoversche Allgemeine vom 19.10.2023: Warum verheimlichen Sinti und Roma so häufig ihre Herkunft?
Presseerklärung des Antiziganismusbeauftragten Mehmet Daimagüler zum 1. Jahresbericht 2022 zu antiziganistischen Vorfällen in Deutschland vom 18.09.2023
t-online.de vom 11.07.2023: Raver baden in Gedenkstätte für NS-Opfer
Tagesspiegel vom 12.07.2023: Vertrag mit dem Staat in Sicht
taz vom 09.07.2023: Razzia auf Sinti-Wagenplatz
Mopo vom 04.07.2023: Rassismus in der Flüchtlingsunterkunft: Warum sich Ukrainer untereinander hassen
Gedenkrede des Bundesratspräsidenten Dr. Tschentscher für die Opfer von Sinti, Roma und der Gruppe der Jenischen
www.migazin.de vom 23.11.2022: Antiziganismus-Beauftragter fordert geschichtliche Aufarbeitung durch Wahrheitskommission
DW vom 05.08.2022: Daimagüler geißelt Diskriminierung ukrainischer Roma-Geflüchteter
DIE RHEINPFALZ vom 04.08.2022: Zweite Attacke auf Grünen-Büro binnen eines Monats
www.change.org: Petition - Kampf gegen Antiziganismus soll Niedersächsisches Staatsziel werden
DW vom 14.09.2021: Papst rügt Ausgrenzung von Roma in Slowakei
Youtube vom 09.09.2021: RomnoKher News: Vereinigung der Sinti und Roma für Mensch und Rechte Köln
youtube 27.08.2021: RomnoKher News: BVSR - Eine Chance für die Zukunft: BVSR
youtube August 2021: Markus Frohnmaier, AfD, äußert sich diskriminierend über Sinti und Roma.
derwesten vom 20.08.2021: Sinti-Familie muss den Campingplatz verlassen.
Gespräch zwischen Daniel Strauß, Esther Reinhardt-Bendel, Kelly Laubinger und Romeo Franz über die neue Bundesvereinigung der Sinti und Roma - Youtube, 13.08.2021
Pressemitteilung des Zentralrates deutscher Sinti und Roma vom 09.07.2021 zu den antiziganistischen Äußerungen bei RTL
RomnoKher-Brief an die Bundesregierung vom 07.07.2021: "Unser Denkmal ist unantastbar!"
Artikel im Tagesspiegel vom 06.07.2021 über das Bauvorhaben in Berlin, welches das Sinti- und Romadenkmal behindern würde
Video über das Sinti- und Romadenkmal in Berlin und den Protest über die geplanten Maßmahmen zum Bau einer neuen S-Bahnlinie entlang des Mahnmals
taz vom 26.03.2021: Diskriminierung von Sinti und Roma - der lange Weg zur Anerkennung
Ein Beitrag von Oswald Marschall, Verein Deutscher Sinti e.V. in Minden, über die missbräuchliche Nutzung des Wortes "Zigeuner"
Die Welt am Sonntag vom 14.02.2021: Eine Generationsaufgabe
Süddeutsche Zeitung vom 10.02.2021: Elfjähriges Kind in Handschellen
Der Freitag vom 30.04.2020: Wo der Asphalt endet
Süddeutsche Zeitung vom 28.04.2020: Datenschützer und Zentralrat der Sinti und Roma kritisieren Berliner Polizei
taz vom 23.04.2020: Hasskriminalität gegen Roma und Sinti: Bis zur versuchten Tötung
Nachkommen Netzwerk Berlin: Sonja Kosche - Antiziganismus (noch immer) ganz normal?
Video über die Lage in einer serbischen Romasiedlung

Übersetzung des Videos: In Serbien leben ca. 600.000 Roma in 750 Siedlungen über das ganze Land verteilt. Mehr als 500 Siedlungen haben keine elementare Grundversorgung. Einer der unhygienischsten Siedlungen ist in Belgrad, wo wir uns grad befinden. Hier haben wir Suezana Kostic kennengelernt, die gerade Windeln für ihre beiden Kinder besorgt hat. Suezana: "Wir leben gar nicht gut." Reporter: "Wo schläfst du?" Suezana: "Dort hinten in der Baracke. In der Baracke ohne die wichtige elementare Grundversorgung! Wir haben keinen Strom und kein Wasser. Das Wasser hole ich vom Markt, beheizt wird die Baracke mit einem Holzofen. Roma, die aus Albanien geflüchtet sind, bekommen Hilfe von Ortsamt. Zwanzig Familien bekamen wirtschaftliche Hilfe bzw. sie wurden mit Baumaterial versorgt."
Die Roma sind die meist bedrohteste und diskriminierteste Minderheit in Serbien. Es müssen entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, um den Mindestlebensbedingungen für diese gefährdete Minderheit zu schaffen und zu gewährleisten, damit die Würde des Menschen erhalten bleibt, ohne über das Leben dieser Menschen zu sprechen. Ca. 90 % der in Serbien lebenden Roma haben keine Arbeit.


Allgemeine Informationen über Sinti und Roma
  • Der Begriff "Zigeuner" ist eine in seinen Ursprüngen bis ins Mittelalter zurückreichende Fremdbezeichnung der Mehrheitsbevölkerung und wird von der Minderheit als diskriminierend abgelehnt. Die Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma konnte schließlich durchsetzen, dass die Eigenbezeichnung "Sinti und Roma" verwendet wird.
  • Die deutschen Sinti sind in der Bundesrepublik Deutschland als nationale Minderheit anerkannt. Das heißt, sie sind Deutsche mit einer eigenen Kultur und Sprache, wie Sorben, Dänen und Friesen.
  • In Deutschland sind Sinti und Roma seit 600 Jahren beheimatet.
  • Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts wurden Sinti und Roma in fast allen europäischen Ländern urkundlich erwähnt.
  • Seit dieser Zeit werden Sinti und Roma stetig diskriminiert und verfolgt. Ein Höhepunkt der Diskriminierung stellte der Reichstag zu Freiburg 1498 dar, auf dem "Zigeuner" reichsweit für "vogelfrei" erklärt, also geächtet, wurden.
  • "Zigeunerpolitik" war fortan hauptsächlich von Abwehr und Vertreibung gekennzeichnet. Wer dennoch blieb, musste mit Zwangsarbeit und Markierung per Brandzeichen rechnen. Mit der Aufklärung ab etwa 1800 stiegen zwar die Aussichten auf eine Zugehörigkeit zur Mehrheitsgesellschaft, doch um den Preis der Zwangsassimilation.
  • Nach dem Ersten Weltkrieg verschärfte sich die Situation für Sinti und Roma noch mehr. Generalstaatskommissar Gustav Ritter von Kahr, Monarchist und Antisemit, setzte 1924 eine "Anordnung zur Bekämpfung der Zigeuner" in Kraft. Ab 1926 konnten die Behörden völlig willkürlich, aber juristisch gedeckt, Maßnahmen einleiten, denn der Landtag verabschiedete gegen die Stimmen von SPD und KPD das "Gesetz zur Bekämpfung von Zigeunern, Landfahrern und Arbeitsscheuen". Arbeitsscheu - ein Kampfbegriff, mit dem kurze Zeit später die Nationalsozialisten unter anderem die Verfolgung der Sinti und Roma begründeten.
  • Mit dem bayerischen "Zigeunergesetz" von 1926 hatte sich die Situation für Sinti und Roma schon vor Hitlers Machtübernahme erheblich verschärft. Nach 1933 waren "Arbeitsscheue" und "Asoziale" - im NS-Jargon lebten die Begriffe der 1920er Jahre fort - noch mehr im Visier der Behörden.
  • Ab 1935 begann die offizielle Verfolgung aus rassistischen Gründen. Mit den Nürnberger Gesetzen wurden nicht nur Juden, sondern auch Sinti und Roma herabgestuft, obwohl sie im Sinne der Nationalsozialisten wegen ihrer indischen Herkunft eigentlich hätten als "Arier" eingestuft werden müssen. Begründet wurde dies pseudowissenschaftlich: "Artfremdes Blut ist alles Blut, das nicht deutsches Blut ... ist", schrieben Wilhelm Stuckart und Hans Globke, später Kanzleramtschef unter Konrad Adenauer, in den Kommentar von 1936 zu den Nürnberger Gesetzen.
  • 1937 richteten die Nazis eine "Rassenhygienische Forschungsstelle" ein. Deren Leiter Robert Ritter spielte eine maßgebliche Rolle bei der Erfassung der Sinti und Roma. Er ließ 24.000 "Rassegutachten" erstellen - die Vorarbeit für den Genozid.
  • Im Holocaust wurden etwa 500.000 Sinti und Roma ermordet.
  • Am 17. März 1982 erkennt der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt die nationalsozialistischen Verbrechen an den Sinti und Roma erstmals als Völkermord aus Gründen der Rasse an.
  • Eine Umfrage aus dem Jahr 2014 besagt, dass jeder dritte Deutsche nicht neben Sinti und Roma wohnen will. Das ist ein Ergebnis einer umfassenden Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS). Im Vergleich zu anderen Minderheiten wird ihnen der Studie zufolge die mit Abstand geringste Sympathie entgegengebracht. Bei der Frage: "Wie angenehm oder unangenehm wäre Ihnen eine bestimmte Gruppe in der Nachbarschaft?" schnitten Sinti und Roma am schlechtesten ab, gefolgt von Asylbewerbern und Muslimen. In der Umfrage wurde auch gefragt, wie ein gutes Zusammenleben mit Sinti und Roma erreicht werden könnte. 80 Prozent der Befragten schlugen vor, den Missbrauch von Sozialleistungen zu bekämpfen, 78 Prozent forderten, Kriminalität zu bekämpfen und 50 Prozent meinten, die Einreise für Roma und Sinti sollte beschränkt werden. Jeder Fünfte schlug eine Abschiebung aus Deutschland vor, 14 Prozent waren für eine "gesonderte Unterbringung".

Hätten Sie es gewusst?

Seit dem Jahre 1407 leben die Sinti in Deutschland. Mittlerweile sind wir ca. 120.000.
Als integrierte und anerkannte Minderheit unserer deutschen Bevölkerung, stehen wir jedem fünften Deutschen gegenüber,
der sich eine Abschiebung für Sinti wünscht, obwohl jeder 2. Deutsche einen Migrationshintergrund hat.


Es leben ca.
120.000
Sinti und Roma in Deutschland


Sinti leben seit
über 600
Jahren in Deutschland


In Deutschland fordert
jeder 5.
eine Abschiebung der Sinti


In Deutschland hat
jeder 2. Bürger
einen Migrationshintergrund